Neurologische Erkrankungen

Im Rahmen von ärztlichen Visiten bzw. gesonderten Terminen geschieht ein follow up mit körperlicher Funktionsdiagnostik.

Ergänzt wird dieser durch neuropsychologische Testungen im Zusammenarbeit mit der ergotherapeutischen und sprachtherapeutischen Abteilung. Diese sind z. B. Aachener Aphasie-Test, MMS, Prüfung auf räumlich-konstruktive Fähigkeiten, Tinetti-Test, Timed up and go, je nach Fragestellung weitere Tests.

 

Bei Parkinson-Patienten werden folgende Fragestellungen abgeklärt:

vorrangig bezüglich der Optimierung der medikamentösen Einstellung

zweitens diffierential-diagnostisch die typischen Parameter zur Muskelrigidität (DD zu Spastik), Tremor (DD zu vaskulärem Tremor und anderen Tremorformen) und Kinese (spezielle Prüfung der Bewegungsmuster im Sitzen, Stehen und Gehen, Prüfung auf parkinsontypische Gangmuster, Wendeprobleme)

sowie Prüfung auf Sprachtremor bzw. Veränderung der Sprache und Atmung.

Daraus resultierend kann eine Veränderung des Therapieplanes erfolgen bzw. bei Komorbiditäten die Optimierung des Medikamentencocktails bzgl. Wechselnebenwirkungen etc.

Dies kann Fragestellungen ergeben wiederum in der Labordiagnostik, z. B. Spiegelbestimmung von Carbamazepin bzw. Digoxin/Digitoxin und anderen Wirksubstanzen.

 

Bildgebende Verfahren sind kaum erforderlich, da bei der Zuweisung durch die Akutklinik entsprechendes Material mitgeliefert wird (cCT, cMRT). Hier erfolgt eine Nachbeurteilung der Aufnahmen bezüglich neurologisch-topischer Diagnostik, besonders die funktionsdiagnostische Untersuchung im Abgleich mit den bildgebend dargestellten Läsionen.

 

Die Routinediagnostik in Zusammenarbeit mit der phsysiotherapeutischen Abteilung besteht aus:

Auskultation, Reflexstatus, Pyramidenbahnzeichen, Kleinhirntestungen mit Rebound-Test, Grob- und Feinkoordination, koordinative Zieltestungen, Ganganalyse bei Benutzung von Hilfsmitteln Prüfung auf Rumpfstabilität, Stand- und Gangstabilität, Differentialdiagnostik von Ataxien.

 

Des weiteren erfolgt eine grobe Sprachprüfungen und Weiterleitung zur Logopädie/Sprachtherapie zur Visusprüfung auf grobe Skotome, Gesichtsfeldausfälle, Nystagmus, Cornealreflex, Prüfungen mit Anamnese der vegetativen Störungen, insbesondere Sympathikusregulationsstörung, Kraftprüfungen, DD zu peripheren Paresen (cerebraler Insult/WS-bezogen/periphere Läsionen/Polyneuropathie bei Diabetes etc.).

Falls erforderlich ist eine Betreuung rund um die Uhr durch entsprechend geschultes Pflegepersonal gegeben.